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Beruflich bedingte Hauterkrankungen

Im Kampf gegen beruflich verursachte Hauterkrankungen meldet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) erfreuliche Erfolge. Innerhalb von zehn Jahren konnte ihre Zahl um 37 Prozent verringert werden.

Dennoch bleiben Allergien und Ekzeme das gesundheitliche Berufsrisiko Nummer eins. Mehr als jede zweite Berufskrankheit, die der BGW gemeldet wird, ist eine Hauterkrankung. Die Folgekosten bei der BGW beliefen sich 2002 auf über 30 Millionen Euro für Rehabilitationsleistungen und Renten an Erkrankte. Zu den am massivsten betroffenen Berufen zählen Friseure, Sprechstundenhelferinnen, Krankenschwestern und Pflegekräfte. Diese Berufsgruppen sind alle bei der BGW gegen Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle gesetzlich versichert.
Unter allen 35 Berufsgenossenschaften hat die BGW daher die größte Hautkompetenz entwickelt. „War es früher die Regel, dass ein Friseur mit Handekzem seinen Beruf aufgeben musste“, erläutert Dr. Ute Pohrt, Leiterin des Schulungs- und Beratungszentrums für berufsbedingte Hauterkrankungen der BGW, „haben wir durch unsere Seminare, Beratungen und Hilfen erreicht, dass heute die meisten trotz Erkrankung im Beruf bleiben können. Sie lernen, ihn so auszuüben, dass ihre Haut nicht weiter Schaden nimmt, sondern sich im Idealfall sogar erholt.”
Mit branchenspezifischen Maßnahmenpaketen konnte die BGW die Zahl der gemeldeten Hauterkrankungen von 7.591 im Jahr 1992 auf 4.750 im Jahr 2002 senken. Dies zahlt sich auch in barer Münze aus: Während für eine Umschulung mit rund 100.000 Euro gerechnet werden muss, liegen die Kosten für Präventionsmaßnahmen bei 100 bis 200 Euro im Jahr pro Arbeitnehmer.

Quelle: Arbeit und Gesundheit


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