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Gesundheitsexperten befürchten eine weltweite Grip

Führende Gesundheitsexperten befürchten eine weltweite Grippewelle. Aus diesem Grund haben sich Grippeexperten aus den 25 EU-Mitgliedsstaaten, anderen europäischen Ländern sowie Gesundheitsorganisationen wir der WHO zu einem Workshop getroffen.

Dieser Workshop findet vor dem Hintergrund der Geflügelpest in Asien und den wachsenden Befürchtungen statt, dass ein mutierter Virus zu einer weltweiten Grippewelle (Pandemie) beim Menschen führen könnte. Erläutert werden soll unter anderem die Frage, wie die Koordinierung der bestehenden Netze für Vogelgrippe und Influenza des Menschen verbessert werden kann. Auch über die Rolle verschiedener Einrichtungen bei der Bekämpfung der Krankheiten soll diskutiert werden.

Die derzeit in Asien herrschende Vogelgrippe-Epidemie ist die erste dieser Art. Auslöser ist ein bestimmter Virusstamm, der bereits zur Vernichtung von über 125 Millionen Vögeln, zum Tod von über 50 Menschen und zu beträchtlichen wirtschaftlichen Verlusten für die betroffenen Länder geführt hat. Noch beunruhigender sind die ernsthaften Befürchtungen, dass eine Influenza-Pandemie kurz bevorsteht.

Eine solche könnte entstehen, wenn ein „neuer“, vollkommen an den Menschen angepasster Influenza-Virus entstünde, der sich von Mensch zu Mensch weltweit rasch ausbreiten könnte. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Pandemien können verheerend sein. Internationale Gesundheitsexperten warnen davor, dass der verstärkte weltweite Personen- und Güterverkehr, Veränderungen der Ökosysteme, neue Tierzuchtpraktiken und Epidemien in großem Maßstab die Voraussetzungen dafür schaffen könnten, dass ein neuer Influenza-Virus entsteht und eine Pandemie auslöst.
Eine übliche Grippeschutzimpfung kann gegen die Infektion mit einem mutierten Vogelgrippevirus nicht schützen.

In der EU gibt es bereits Netze veterinär- und humanmedizinischer Labors, die sich mit der Bedrohung durch Influenza-Viren beschäftigen. Von grundlegender Bedeutung für ein korrektes Vorgehen im Zusammenhang mit Influenza-Viren sind der Austausch von Informationen, Virusstämmen und Laborreagenzien zwischen den verschiedenen Überwachungsnetzen in der EU. Auch die Bereitstellung geeigneter technischer Unterstützung für die nationalen Veterinärbehörden und Gesundheitsbehörden ist sehr wichtig.
Quelle: Arbeit und Gesundheit


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