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Ständig nasse Haut wird anfällig für Allergien

Ständiges Arbeiten mit Wasser sowie aggressive Desinfektionsmittel sind die größten Risikofaktoren für Hauterkrankungen. Dies zeigt eine Langzeitstudie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), der gesetzlichen Unfallversicherung für Heil- und Pflegeberufe.

Bei jeweils über 50 Prozent der untersuchten Beschäftigten mit Hauterkrankungen waren Wasser und Desinfektionsmittel mit reizenden, ätzenden oder giftigen Inhaltsstoffen für die Hautschäden verantwortlich. Ausgewertet wurden fast 2.500 Verdachtsmeldungen auf eine berufsbedingte Hauterkrankung, die Beschäftigte aus der Altenpflegebranche über einen Zeitraum von fünf Jahren bei der BGW eingereicht hatten. In der Altenpflege gehören häufige Feucht- und Desinfektionsarbeiten zum Arbeitsalltag vieler Beschäftigter.
BGW-Experte Dr. Albert Nienhaus: "Wasser ist der Hautfeind Nummer eins. Ist die Haut ständig nass, wird sie aufgeweicht und durchlässig für Stoffe, die sie reizen und schädigen sowie Allergien auslösen können – also für solche, die häufig in scharfen Desinfektionsreinigern enthalten sind." Problematisch ist vor allem, wenn zusätzlich zum regelmäßigen Arbeiten in feuchtem Milieu die Hände auch noch oft gewaschen werden. Stattdessen sollten die Hände lieber desinfiziert werden. Dr. Nienhaus: "Händedesinfektion hat nichts mit der hautgefährdenden Flächendesinfektion von Fußböden, Gegenständen und Sanitärbereichen zu tun. Moderne Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis haben rückfettende Bestandteile und sind deshalb schonend für die Haut. Man darf sie aber nur mit trockenen Händen anwenden, sonst greifen sie die Haut eher an als sie zu schützen."

Um der Gefahr einer Hauterkrankung vorzubeugen, sollten möglichst nicht permanent Feuchtarbeiten durchgeführt werden, empfiehlt die BGW. Auch wenn dafür Schutzhandschuhe verwendet werden, schwitzt die Haut darunter und weicht auf. Handschuhe sollten nur zeitweise übergestreift werden und weder Latex noch Puder enthalten, da diese die Allergiegefahr stark erhöhen.

Quelle: Arbeit und Gesundheit


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